Segenspreis 2026
Paul Gerhardt Stift zeichnet drei Initiativen für besonderes soziales Engagement aus
Sie setzen sich gegen Rassismus ein, begleiten Frauen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben oder Stärken eine kultursensible Begleitung am Lebensende: Das Paul Gerhardt Stift hat heute zum vierten Mal den Segenspreis für besonderes soziales Engagement verliehen.
Ausgezeichnet wurden BAFF – Band auf festen Füßen, Pink Door Berlin und das Berliner Forum der Religionen mit dem Projekt ReHoP. Der Preis ist mit insgesamt 17.500 Euro dotiert.
„Mit dem Segenspreis möchten wir zeigen, wie viel Gutes täglich geschieht und wie Menschen für andere zum Segen werden – oft im Verborgenen, aber mit großer Wirkung. Die ausgezeichneten Projekte stehen beispielhaft für Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen“, sagt Martin von Essen, Stiftsvorsteher des Paul Gerhardt Stifts.
1. Platz: BAFF – Band auf festen Füßen | 10.000 Euro
Der erste Preis geht an BAFF – Band auf festen Füßen aus Joachimsthal. Das Jugend- und Kulturprojekt entstand aus dem Engagement gegen rechtsextreme Gewalt und Fremdenfeindlichkeit. Mit Musik und kultureller Arbeit schafft BAFF Räume für Begegnung, Selbstwirksamkeit und demokratisches Engagement. Jugendliche können eigene Ideen verwirklichen und sich kreativ mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen.
2. Platz: Pink Door Berlin | 5.000 Euro
Der zweite Preis geht an Pink Door Berlin. Der Verein unterstützt Frauen, die in der Prostitution tätig sind oder sexuelle Ausbeutung erlebt haben. Durch Beratung, Begleitung und konkrete Hilfen unterstützt Pink Door Frauen dabei, neue Perspektiven zu entwickeln und ein selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben aufzubauen. Die Arbeit ist niedrigschwellig und traumasensibel und erreicht damit Frauen in besonders schwierigen Lebenssituationen.
3. Platz: Berliner Forum der Religionen / ReHoP | 2.500 Euro
Den dritten Platz erhält das Berliner Forum der Religionen für ReHoP – Religionssensible Hospiz- und Palliativarbeit. Das Projekt widmet sich der Frage, wie Menschen am Lebensende unabhängig von Religion und Herkunft würdevoll und kultursensibel begleitet werden können. Gemeinsam mit Partnern aus der Hospiz- und Palliativarbeit entwickelt ReHoP Informationsmaterialien und mehrsprachige Checklisten.
Ein Abend der Wertschätzung
Unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner, stand der Abend im Zeichen von Anerkennung und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Wegner richtete ein Grußwort an die Gäste und würdigte die Menschen und Initiativen, deren Einsatz für das Gemeinwohl an diesem Abend im Mittelpunkt stand.
Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung des Landes Berlin, richtete ebenfalls ein Grußwort an die Gäste. Als Berliner Senatorin und langjährige politische Vertreterin der Stadt unterstrich sie die gesellschaftliche Bedeutung des Engagements, das mit der Preisverleihung sichtbar gemacht und gewürdigt wurde.
Durch den Abend führte Moderatorin Johanna Friese.
Über die Preisträger entschied eine fünfköpfige Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Diakonie, Politik, Zivilgesellschaft und Kirche. Ihr gehörten Dr. Ursula Schoen, Carsten Spallek, Sonja Friese, Heinz Jarupong Waldow und Dr. Cornelie Kunkat an.
Segenspreis 2027
Der Segenspreis wird auch 2027 vergeben. Der nächste Ausschreibungszeitraum ist vom 6. Juni bis 6. September 2027 vorgesehen. Ziel bleibt es, das vielfältige soziale Engagement in Berlin und Brandenburg sichtbar zu machen und diejenigen zu stärken, die sich tagtäglich für andere und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.
Das Paul Gerhardt Stift dankt allen Beteiligten sowie den Sponsoren Apotheke im Paul Gerhardt Stift, Bohr- und Sprengtechnik Adolf Alexander KG GmbH & Co., domoplan Baugesellschaft mbH, HERDER Elektrik GmbH & Co. und tafkaoo architects gmbh für ihre Unterstützung.