150 Jahre - viele Perspektiven: Stimmen aus dem Paul Gerhardt Stift
Diese Kampagne sammelt Stimmen von Menschen, die das Paul Gerhardt Stift begleitet, mitgestaltet oder erlebt haben. Mit denselben Fragen, aber ganz unterschiedlichen Antworten zeigen sie, was das Stift ausmacht gestern, heute und mit Blick auf die Zukunft.
Diese Woche stellen wir Franziska Marek vor: Sie ist 30 Jahre alt und hat das Stift als Nachbarin kennengelernt inzwischen ist sie Freiwilligenkoordinatorin im Zukunftshaus Wedding, auf dem Stiftsgelände.
“Ich habe das Paul Gerhardt Stift 2023 kennengelernt. Durch einen Aushang im Supermarkt wurde ich auf den Flohmarkt des Zukunftshauses aufmerksam, auf dem ich dann selbst einen Verkaufsstand hatte – und war vom ersten Moment an begeistert von der Atmosphäre des Geländes. Da ich schon immer gerne meinen Kiez erkundet und mich in der Nachbarschaft vernetzt habe, hat mich dieser Ort sofort motiviert, mich hier einzubringen. Kurz darauf habe ich mich als Freiwillige im Offenen Treff engagiert und so das Haus und die Menschen besser kennengelernt. Ich habe es geliebt und mir gewünscht, eines Tages hauptamtlich hier arbeiten zu können.
Ein Jahr später habe ich meinen alten Job gekündigt, ohne zu wissen, wie es weitergeht – und ganz zufällig wurde eine Stelle im Zukunftshaus frei. Seitdem arbeite ich hier, mitten in meinem eigenen Kiez. Dass meine Großmutter im Paul Gerhardt Stift geboren wurde, gibt dem Ganzen für mich eine besondere Bedeutung.
In meiner Arbeit mit Freiwilligen habe ich viel Zuversicht gewonnen. Ich sehe täglich, wie viele Menschen sich einbringen, mitgestalten und unterstützen wollen. Das ist für mich ein starkes Gegengewicht zu all den schlechten Nachrichten dieser Zeit – und es hat mein Menschenbild positiv beeinflusst. Auch im Umgang unter Kolleg:innen, im Team und mit den anderen Bereichen erlebe ich, wie sehr Wertschätzung und Anerkennung hier Teil der Kultur sind – etwas, das ich auch in mein privates Leben mitnehme und weitertrage.
Ich wünsche dem Paul Gerhardt Stift, dass es diese besondere Atmosphäre bewahrt und ein Ort des gemeinschaftlichen Lebens bleibt, der Begegnung, Unterstützung, Solidarität und Verantwortung füreinander fördert. Für mich ist das PGS ein Beispiel dafür, wie eine bessere Gesellschaft aussehen kann.”
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