Was hat das eigentlich mit mir zu tun?
Das ist so eine Sache mit den Kinderschuhen… Auch nach drei Jahren steckt man da zuweilen noch drin.
So geht es uns im Stiftungszentrum. Im Jahr 2023 aus der Taufe gehoben und seit 2025 in leicht geänderter sowie erweiterter personeller Besetzung sind wir doch auch jetzt, im dritten Quartal 2026, noch keinen „Quantensprung“ weiter. Es sind oft genug noch die kleinen nötigen Schritte, die eher gegangen als gedacht werden wollen.
In der Theorie ist immer alles schlüssig und wirkt „leicht“: Natürlich kennen, verstehen und schätzen manche Menschen, was das Paul Gerhardt Stift macht! Damit ist der erste Schritt zu individueller Unterstützung sicher nicht weit. Natürlich gibt es Menschen, die „Sinn stiften“ möchten – mit ihrem finanziellen und/oder persönlichen Engagement. Menschen, für die eine Stifterwohnung infrage kommt oder die ihren Nachlass zur Unterstützung unserer Arbeit und für die aktive Gestaltung der Zukunft vieler Menschen einsetzen möchten. Natürlich ist all das soweit theoretisch gut.
In der Praxis ist es aber manchmal gar nicht so leicht.
Denn da gibt es diese Verständnis- und Erklärungslücke zwischen der plausiblen und notwendigen Berechtigung des Stiftungszentrums unter dem Dach des Stifts und der Frage:
Was hat das eigentlich mit mir zu tun?
Vielleicht kennen Sie das Paul Gerhardt Stift und unterstützen unsere Arbeit bereits seit vielen Jahren. Vielleicht spenden Sie regelmäßig und fragen sich, warum wir uns zusätzlich mit dem Thema Stiften beschäftigen. Vielleicht haben auch Sie sich schon einmal Gedanken über Ihr Vermögen oder Ihren Nachlass gemacht, wissen aber gar nicht, welche Möglichkeiten es gibt. Oder Sie denken bei „Stiftung“ zunächst an große Vermögen, komplizierte Konstruktionen und sehr viel Geld.
Und vielleicht denken Sie auch: Das ist doch nichts für mich. Genau hier möchten wir ansetzen.
Denn Spende oder Stiftung sind kein entweder - oder. Es ist nicht ENTWEDER keine Spende – ODER gleich eine Treuhandstiftung. ENTWEDER hat man 100.000 Euro plus – ODER man muss gar nicht über eine Zustiftung o. ä. nachdenken. Diese und andere Annahmen sind verständlich – und können gut und transparent aufgeklärt werden.
Das möchten wir nunmehr auch an dieser Stelle tun: Im Newsletter des Paul Gerhardt Stifts zu Berlin wollen wir mit jeder Ausgabe ein wenig „Aufklärungsarbeit“ rund um das vielleicht noch etwas unverständliche „Stiftungszentrum“ leisten. Sie mitnehmen. Uns zeigen. Und hoffentlich greifbar machen, welche Möglichkeiten es gibt, mit Geld, Vermögen, einem Nachlass oder auch ganz persönlichem Engagement etwas zu bewegen.
Dabei geht es uns nicht darum, Ihnen möglichst komplizierte Stiftungsmodelle zu erklären. Sondern darum, Fragen zu beantworten, die vielleicht auch schon einmal in Ihrem Kopf waren:
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Spende und einer Zustiftung? Muss ich „reich“ sein, damit Stiften für mich überhaupt infrage kommt? Ab welchem Betrag lohnt sich überhaupt was? Was kann ich mit meinem Nachlass bewirken? Warum ist eine Stifterwohnung keine Mietwohnung? Was passiert eigentlich mit meinem Geld, wenn ich es dem Stift anvertraue? Und was bedeutet es, wenn mein Vermögen auch über mein eigenes Leben hinaus wirken kann?
Vielleicht ist auch Ihre ganz persönliche Frage dabei.
Ganz grundsätzlich gilt für die Arbeit des Stifts seit jeher: JEDE Form der Unterstützung ist erbeten, willkommen, nützlich und so dankbar geschätzt! Nicht die eine ist lieber gesehen als die andere. Jede macht einen Unterschied.
Und weil dieser Unterschied für Weiterbestehen, Entwicklung und Möglichkeiten sehr elementar ist, möchten und müssen wir auch im dritten und vierten Jahr des Bestehens an unserem Auftritt und an einer nach allen Seiten flüssigen Verständigung arbeiten.
Deshalb soll dies der erste regelmäßige Beitrag zum Stiftungszentrum in unserem Newsletter sein. Wir möchten in den kommenden Ausgaben jeweils eine Frage aufgreifen, ein Missverständnis ausräumen oder eine Möglichkeit vorstellen. Ganz konkret und möglichst verständlich.
Sie können uns unter stiftungszentrum@paulgerhardtstift.de gern jederzeit IHRE KONKRETE FRAGE zusenden. Sie bekommen in jedem Fall eine Antwort – und vielleicht greifen wir genau Ihre Frage auch im nächsten Newsletter-Beitrag auf.
Denn Nahbarkeit, Relevanz und den Willen, Dinge verständlich zu machen, braucht es. Das sind Zutaten für unsere Arbeit – und vielleicht auch ein guter Anfang für das, was aus einer Idee einmal werden kann.
Danke für Ihre offenen Ohren!
Herzlich Anja Rabe